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Am Mühlenteich ist was los
Heimat-und Verkehrsverein
Pivitsheide V.L. e.V.

Am Mühlenteich ist ganz schön was los.

Nicht wenige Besucher des Rethlager Mühlenteiches, die das derzeitige schöne Wetter zu einem kleinen Spaziergang nutzen, werden sich verwundert fragen, was für ein possierliches Tierchen, das fast aussieht wie ein kleiner Biber, da im Teich herumschwimmt. Die Mitglieder des HVV, die das Gewässer nebst Anlagen in Patenschaft betreuen, können da für Aufklärung sorgen. Es handelt sich bei diesem Tier um eine Nutria. Der ursprünglich aus Südamerika stammende Nager wird auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt. Er wurde in Mitteleuropa vor allem zur Fellgewinnung in Farmen gehalten. Entwichene Tiere haben in den letzten hundert Jahren eine stabile Population an Seen und Flüssen aufgebaut. Nutrias haben einen kräftigen Kopf mit auffällig langen orangeroten Schneidezähnen, eine Stupsnase und verhältnismäßig kleine Augen und Ohren. Auffällig ist ihr langer Schwanz, der sofort an eine Ratte erinnert. Die Nutria ist aber nicht mit Ratten und auch nicht mit dem Biber, dem es sehr ähnlichsieht, verwandt. Die Nahrung der Nutrias besteht hauptsächlich aus jungen Wurzeln und Trieben der Pflanzen. Aber auch Möhren und anderes Wurzelgemüse verschmähen sie nicht. Wie das Tier in den Mühlenteich gekommen ist, ist nicht bekannt. Vielleicht war es ihm in seinem heimischen Käfig zu langweilig geworden und es hat sich deshalb auf Wanderschaft begeben. Eine ganz andere Tiergattung hat den Mühlenteich ganz aktuell auch zu seinem neuen Domizil gemacht. Seit einigen Tagen kann man auf dem Gewässer zwei Warzenenten beobachten, die vermutlich in Hochzeitsstimmung sind. Nachdem die Teichpaten aus dem Handwerkerteam um Fritz Diekhof  schon seit geraumer Zeit mit den „Hufen scharrten“, aber das Verona-Virus sie ausbremste, wurden die Pflegearbeiten am Mühlenteich nun begonnen. Die Natur nimmt keine Rücksicht auf Corona, das Gras wächst unaufhörlich und Frühlingsblüher verwelken. Natürlich werden die Corona-Grundregeln eingehalten, denn das Team ist zwar fit aber gehört nun einmal zur „Risikogruppe“.  Das hätte sich keiner mal träumen lassen.
Text: Friedrich Diekhof,         Gerd Kaulvers Fotos : Nadine, Gerd Kaulvers